Autor: Christian Hintze

Kurzinfos:

Getestetes Spiel: Kings Road

Genre: Action-Rollenspiel

Webseite: www.rumblegames.com/kingsroad

Wertung: – zum Fazit

Spielteilnahme: Kostenlos (keine monatliche Gebühr)

Kings Road Players

Allgemeine Beschreibung

Kings Road, von Rumble Entertainment, beginnt mit einem kurzen, vertonten Intro. Die englische Stimme, übersetzt durch deutsche Untertitel, erzählt von friedlichen Dörfern, die durch die Kings Road verbunden und vom König beschützt in Harmonie leben. Ein einem Krieg jedoch wurde der König getötet, von ferner erhebt sich eine dunkle Macht und wir sind gerade zum Ritter geschlagen worden um die Welt zu retten und den Frieden wieder herzustellen. Keine leichte Aufgabe für einen neu ernannten, einsamen Rittersmann. Aber so einsam sind wir auch wieder nicht. Das Browser-Rollenspiel im Stile von Diablo lässt uns nämlich auch in der Gruppe gegen das Böse antreten. In der sicheren Stadt, in der wir uns ausrüsten und Fertigkeitspunkte in sinnvolle Fähigkeiten investieren tummeln sich noch eine ganze Reihe anderer Spielerhelden. Über den Button „Gruppe suchen“ bekommen wir maximal zwei weitere menschliche Mitstreiter zugewiesen, mit denen wir dann den dunklen Mächten entgegentreten können.

Spielgeschehen und Gameplay

Doch zunächst bekommen wir die grundlegende Spielmechanik in einem kleinen Introlevel erklärt. Das Dorf Deadwood wurde von Banditen überrannt und wir müssen den Bewohnern zu Hilfe eilen. Also klicken wir uns, ganz wie in Diablo 3, durch die Dorfstraße und attackieren unsere ersten Gegner. Diese lassen nach ihrem Ableben Gold und manchmal auch Gegenstände fallen. Das Gold wird automatisch eingesammelt, die Gegenstände können wir bei Bedarf in unserem viel zu kleinen Inventar mitnehmen.

Nach dem Abschluss der ersten Mission landen wir in unserem zukünftigen Basisort und lernen seine Bewohner, wie den Klassentrainer Grisolm, kennen. Bei diesem wählen wir auch sogleich eine von drei Klassen aus. Wir können uns entscheiden, ob unser Held zukünftig als Bogenschütze, Ritter oder Magier den bösen Schergen in den Hintern tritt. Dann geht’s es auf zum alten Sir Caleb, dem Fertigkeitstrainer. Wir sind nämlich bereits um eine Stufe aufgestiegen und können bei ihm den erworbenen Fertigkeitspunkt in eine Fähigkeit investieren. Als Magier können wir so z.B. das Schleudern eines Feuerballs erlernen. In höheren Stufen werden mehr Fähigkeiten freigeschaltet und jede Fähigkeit kann in 10 Stufen ausgebaut und verbessert werden, sorgsame Auswahl ist also angebracht, da man nicht alles lernen oder verbessern kann.

Anschließend bekommen wir weitere Missionen, allerdings immer nur nacheinander, wir haben nie zwei Missionen gleichzeitig, das Spiel ist streng linear. Das gilt auch für den Ablauf. Nach dem Erhalt einer neuen Mission gehen wir auf die Übersichtskarte. Dort sehen wir die neu freigeschaltete Mission und wählen diese aus. Vor Beginn und beim Verlassen einer Mission gibt es jeweils einen Ladebildschirm. In den Aufträgen gehen wir stets einen engen Schlauchlevel ab, den wir von Gegnern säubern bis wir zum Endgegner der Mission stoßen. Der lässt dann eine Belohnung fallen und wir beenden das Level. Nach dem Ladebildschirm sind wir wieder im Ort, wo wir uns ausrüsten, mit Personen sprechen, neue Fähigkeiten erlernen und dann den nächsten Auftrag annehmen. Dann beginnt der Ablauf von vorne.

Diese immer gleiche Prozedur wird einem bald bewusst und hemmt die Motivation. Aufrechterhalten wird diese durch die Stufenaufstiege, Fertigkeitenpunkte und die vielfältige Ausrüstung. Gut gelungen ist z.B. der Schmied, bei dem man gegen eine kleine Gebühr drei normale Gegenstände zu einem besonderen Gegenstand zusammenschmelzen lassen kann. Die Schmiede ist außerdem ausbaubar und später kann man noch mächtigere Ausrüstung damit erzeugen. Jede Mission lässt sich in mindestens drei Schwierigkeitsgraden absolvieren. Ähnlich wie in Diablo 2 wird der nächst höhere Schwierigkeitsgrad freigeschaltet, sobald man alle Missionen auf „normal“ erfüllt hat.

Und so schnetzelt man sich durch Gegner und Spiel, verbessert seinen Helden durch Ausrüstung und Fertigkeiten und schnetzelt weiter. Ein simples Spielprinzip, welches jedoch nach wie vor bestens funktioniert. Etwas ärgerlich ist hier doch der Ausrüstungspart. Meistens findet man nämlich nur normale Gegenstände. Diese können zwar in der Schmiede verbessert werden, trotzdem kommt man an die wirklich guten Dinge eher selten heran. Bossgegner lassen eine zufällige Belohnung in Form einer Schließkassette fallen, ansonsten gibt es Schatztruhen im Level, bei denen man sich einen zufälligen, besonders guten Gegenstand kaufen muss! Das verkehrt die Funktion einer Schatztruhe irgendwie ins Paradoxe.

Natürlich kann man auch in Kings Road eine Menge Echtgeld lassen und darauf wird man auch, wie üblich, mehr oder weniger dezent (eher weniger) hingewiesen. Denn abgesehen von den immer wieder aufploppenden „Angeboten“, bei denen wir Itempakete mit Edelsteinen kaufen können, sind auch sonst fast alle erwerbbaren Gegenstände mittels dieser Edelsteine zu bezahlen. Und diese Edelsteine erhalten wir natürlich als Gratisspieler nur sehr spärlich, etwa 5 Stück nach jedem abgeschlossenen Level. Schneller kommen wir an die Klunker wenn wir sie mit echtem Geld kaufen. 500 Stück kosten 3,99€, für schlappe 147,99€ bekommen wir 27.500 der blauen Edelsteinchen. Damit kaufen kann man fast alles im Spiel: Mehr Inventarplatz, bessere Ausrüstung, Charakterdesigns bzw. Skins und sogar Fertigkeitenpunkte. Auch Gold kann man sich von den Edelsteinen kaufen, es fragt sich nur warum man dies tun sollte, da 90% aller kaufbaren Dinge nicht mit Gold, sondern eben mit Edelsteinen bezahlt werden will. Grundsätzlich kann man sich auch als Gratisspieler hochspielen, es dauert nur eben unglaublich viel länger.

Grafik:

Für ein Browserspiel ist die Grafik von Kings Road durchaus beachtlich. Die Level sind zwar sehr linear, trotzdem gibt es einige Details am Wegrand zu bestaunen. Fliegen schwirren um tote Tiere herum, Rauch steigt aus brennenden Häusern auf und hier und da wachsen üppige Sonnenblumen. Mitunter kann es vorkommen, dass bestimmte Bereiche als unscharfe Quadrate dargestellt werden, was aber wohl eher an der Internetverbindung liegt und das Spiel die Texturen noch nicht geladen hat. Die Zauber- und Kampfeffekte sind auch ganz nett und die Animationen wirken sehr flüssig. Generell liegt das Spiel für eine Darstellung im Browser auf hohem Niveau. Der einzige Wehrmutstropfen sind die eingeschränkten, linearen Schlauchlevels, weitläufige Areale konnten oder wollten die Entwickler nicht darstellen.

Sound:

Kings Road bietet sowohl eine stimmige Hintergrundmusik, als auch Soundeffekte. Letztere sind insbesondere als Kampfeffekte präsent und fügen sich gut und stimmungsvoll in das Spiel ein. Dialoge sind bis auf das Intro nicht vertont, das kostet etwas Atmosphäre.

Fazit:

Das Browser-RPG Kings Road ist ein stimmiges Action-Rollenspiel im Stile von Diablo & Co. Für ein Browserspiel sind Grafik und Sound hochwertig, die Spielmechanik um Stufenaufstiege, neue Fähigkeiten und vielfältige Ausrüstungsgegenstände, sowie das Gruppenspiel motivierend. Nicht so gut sind die Schlauchlevel, das generell sehr lineare Design, die vielen erkaufbaren Vorteile im Spiel und die lahme Story, welche durch die relativ eintönigen Missionen noch etwas öder wirkt. Zum Reinschauen kann man Kings Road durchaus empfehlen und für zwischendurch ist das Aufpeppeln des Helden auch ganz nett. Aber gerade im Bereich von free2play Action-Rollenspielen gibt es hier deutlich stärkere Vertreter. Dabei muss man allerdings bedenken, dass Kings Road im Browser spielbar ist und da wiederum gibt es nicht ganz so zahlreiche, hochwertige Konkurrenz. Dem höherwertigen Drakensang Online kann Kings Road bisher nicht das Wasser reichen.

+ Für ein Browserspiel gute Grafik und Sound
+ 3 wählbare Klassen
+ Viele Ausrüstungsgegenstände
+ Gruppenspiel
+ viele Fähigkeiten und deren Ausbau

– Schlauchlevels
– Lahme Story
– Öde Missionen
– Aufdringliche Kaufangebote
– Schatztruhen als Kaufladen

Spielspaß: 72%

 

Einzelbewertung:

Gameplay: 70%

Grafische Darstellung: 74%

Sound und Musik: 72

Webseite:

www.rumblegames.com/kingsroad

 

Das Thema wurde veröffentlicht auf: www.die-mmorpg-liste.de - 08.02.2017

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